Die Anspannung heute Morgen bei der Verleihung zum Spiel des Jahres in Berlin war sowohl bei den Zuschauern, Autoren und Verlagsmitarbeitern vor Ort aber auch im Netz deutlich zu spüren.

Denn obwohl es drei kleinere Spiele auf der Nominierungsliste gab, die alle den Preis verdient hätten, war bis zuletzt offen, welches Spiel es denn nun tatsächlich werden würde.

Just One von Repos hat schließlich das Rennen für sich entschieden und Reiner Knizia ging mit seinem L.A.M.A. auch in diesem Jahr mal wieder leer aus, obwohl das durchaus auch das Zeug zum Spiel des Jahres gehabt hätte.

Aber grundsätzlich sind wohl alle Spielbegeisterten mit dieser Wahl zufrieden und so warten nun alle darauf, dass Just One auch im Einzelhandel wieder erhältlich ist. Asmodee hat wohl ahnend, dass es dieses Jahr was werden könnte die Nachproduktion gestoppt um nun direkt noch den verkaufsfördernden Pöppel mit aufs Cover zu drucken. Könnte also noch ein paar Wochen dauern, bis Just One wieder in den Läden steht.

Kennerspiel 2019 geht an Flügelschlag & Elizabeth Hargraves

Aber auch beim Kennerspiel gab es dieses Jahr zumindest für
mich keine Überraschung: als sich zu Beginn des Jahres aus den USA kommend eineWelle ankündigte, war abzusehen, dass Flügelschlag ein
weltweiter Hit
werden würde.

Flügelschlag stellt so Einiges auf den Kopf: die Autorin ist eine
Frau
(ElizabethHargraves) und damit eine der wenigen, die es
weltweit zu Ruhm in der Spielebranche gebracht hat … zumal in so kurzer Zeit. Denn Flügelschlag ist eines ihrer ersten veröffentlichten Spiele.

Und wenn die Spielregeln doch auch etwas komplexer sind, konnte ich inzwischen schon etliche Gelegenheitsspieler zu Flügelschlag-Fans machen. Da spielen nicht nur die Optik und das ganze Thema sondern auch die wunderbar ineinander verzahnten Mechanismen eine ganz entscheidende Rolle.

Meinen Review zu Flügelschlag bin ich noch schuldig, aber nun werde ich den wohl doch noch schnellstmöglich hinterherschieben müssen.

Auch Flügelschlag ist derzeit vergriffen. Aber der Feuerland-Verlag
hat sich auf den Erfolg vorbereitet und wird das Kennerspiel 2019
bereits in den kommenden Tagen wieder an den Handel ausliefern. Für August ist dann eine weitere Auflage geplant.

Die Preisverleihung an sich gibt es nicht viel zu sagen. Lediglich hervorheben möchte ich die Anwsenheit der Staatsministerin für Kultur und Medien – Monika Grütters – die zu Beginn der Veranstaltung das Spiel als Kulturgut und festen Bestandteil unsere Gesellschaft gewürdigt hat und auch den Preis überreichte. Zumindest dieses Jahr also nimmt die Politik Kenntnis von der stetig wachsenden Zahl an begeisterten Geselllschaftsspielern und -spielen, die sich auch trotz wachsender medialer Konkurrenz weiterhin zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Auch wenn ich im Vorfeld mal wieder etwas Unmut über die Tätigkeit der Jury in Umlauf gebracht habe, finde ich die Entscheidungen dieses Jahr absolut gerechtfertigt. Es gibt nun mal nur einen Gewinner!

Vll. ändert sich da ja in Zukunft noch ein wenig, ich würde es mir auf jeden Fall sehr wünschen. Das Spiel des Jahres feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Die Zeiten ändern sich und der Markt an anlaogen Spielen wächst weiterhin und auch die Vertriebswege sind nicht mehr die gleichen wie noch in den 80ern. Villeicht sollte die Jury zumindest die Auswahl der in Frage kommenden Spiele überdenken, damit auch kleinere Verlage eine Chance haben. Das wäre nur fair! Schließlich ist auch Feuerland kein Großverlag und Flügelschlag findet man bis jetzt vornehmlich in den gut informierten Fachgeschäften.

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