Eigentlich bin ich kein großer Fan von Reaktionsspielen. Set lässt mich regelmäßig verzweifeln und auch Ligretto ist nicht unbedingt mein Fall, weil zu hektisch. Wer mich kennt, weiß, dass ich eher die ruhigen Spiele schätze.

Als ich jedoch vor einigen Jahren auf der Spielemesse auf einem der kleinen asiatischen Stände Pick-a-Dog angespielt habe, hat mich nicht nur die süße Grafik direkt gepackt. Das Spiel macht richtig Spaß und kann insbesondere mit Kindern gerne öfter auf den Tisch kommen.

Pick-a-Dog – Wer sammelt schnell die meisten Karten

Pick-a-Dog ist ein Kartenspiel bei dem es darum geht möglichst schnell aus einer Auslage immer wieder Karten auf die Hand zu nehmen die passen. Dies erfolgt simultan für alle Spieler, d.h. jeder greift gleichzeitig auf die vor allen liegende Auslage zu und versucht möglichst schnell viele passende Karten abzugreifen. Idealerweise stapeln die Spieler dabei die Karten in der einen Hand und greifen mit der anderen zu.

Zu Rundenbeginn erhält jeder Mitspieler zunächst verdeckte eine Karte, dann werden 30 Karten (6×5 Raster) als Auslage offen bereitgelegt.

Pick-a-Dog SpielGleichzeitig drehen alle Spieler ihre Startkarten um und beginnen zu sammeln.
Ob eine Karte passt hängt davon ab, welche Karte man zuvor genommen hat. Denn die neue Karte darf sich um max. 1 Merkmal von der Vorangegangenen unterscheiden.

Die einzelnen Karten unterscheiden sich in folgenden Merkmalen:

  • groß / klein
  • einarmig / zweiarmig
  • käseweiß / braungebrannt
  • mit / ohne Sonnenbrille
  • mit / ohne Popcorntüte

… und das Ganze in allen möglichen Kombinationen. Soll heißen, bei den 96 mitgelieferten Karten gibt es von jeder Merkmalskombination exakt 3 Karten.

Ist ein Spieler der Meinung es liege für ihn keine passende Karte mehr aus, so darf er mit einem lauten “STOP” die aktuelle Runde beenden.

Nun wird zunächst geprüft, ob das Ende berechtigt war. Hierzu muss der Spieler seine letzte Karte auf der Hand zeigen. Hat er die Runde korrekt beendet, darf er nun noch zusätzlich eine Karte als Bonus aus der Auslage zu sich nehmen (die muss dann natürlich nicht passen). Liegt er falsch, muss er alle gesammelten Karten abwerfen.
Anschließend dürfen alle Spieler ihre Karenstapel auf Korrektheit prüfen. Wurden die Karten regelkonform aufgenommen, dürfen sie diese behalten und zählen am Ende des Spiels Pluspunkte (pro Karte ein Punkt). Sollte sich auch nur ein Fehler eingeschlichen haben, landet der komplette Stapel auf dem Müll und der Spieler erhält keinen einzigen Punkt.

Nach vier Runden ist Schluss, wobei in der letzten Runde nur noch die verbliebenen Karten in die Auslage kommen. Der Spieler mit den meisten Punkten geht als Sieger aus der Partie hervor.

Pick-a-Dog – Kein Spiel für Grübler

Pick-a-Dog ist erbarmungslos – ein Fehler und schon ist die komplette Runde dahin. Bei der Auswahl der Karten darf man sich aber auch keine Zeit lassen, die Mitspieler sind immer schneller.
Zugegebenermaßen haben Spieler, die Pick-a-Dog schon öfter gespielt haben einen Vorteil. Aber nach eine paar Runden sollte dieser eliminiert sein. Im Übrigen gilt dieser Vorteil aber für alle Spiele dieser Art – ein Grund, warum ich mit bestimmten Leuten nie wieder SET spielen werden (genau Kirsten, Du bist gemeint).

Ansonsten macht das Spiel einen riesen Spaß und bringt doch auch immer wieder einige Lacher mit sich. Z.B. als ein Freund von mir vor Kurzem Groß und Klein nicht als Merkmal erkannt und die Karten dementsprechend einfach wild gemixt hat.

Will man das Spiel auch schon mit jüngeren Kindern spielen, kann man das Ganze auch entschleunigen, indem jeder abwechselnd eine Karte aufnehmen darf. Auch das ist schon eine Herausforderung für Jüngere und auf jeden Fall der Konzentration dienlich (ähnlich wie Memory und Co.).

Neben dem süßen Hund gibt es das Spiel auch noch mit Schweinchen (Pick-a-Pig), Eisbären (Pick-a-Polarbear) und Robben (Pick-a-Seal). Letztere 2 jedoch nur auf Englisch. Kauft man zwei verschiedene und mixt sie, dann können theoretisch noch mehr Spieler mitspielen und es kommen noch Merkmale hinzu (Tier und Farbe) ;-). Für mich persönlich reichen 5 Spieler am Tisch – da sind schon reichlich Hände im Weg beim Abgreifen der Karten.

Pick-a-dog ist sicherleich kein anspruchsvolles Spiel, aber ein super Absacker und Partyspiel.
Spieleinfo
Alter: 8+
Spieleranzahl: 1-5
Spieldauer: 15+ min
Verlag: Heidelberger Spielverlag
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: ~ 9 EUR

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