Die Spiele-Community hat abgestimmt … wie heute offiziell bekanntgegeben wurde, geht auch der Deutsche Spielepreis 2018 an Azul von Michael Kiesling.

Das war durchaus zu erwarten und ist daher keine große Überraschung. Dennoch freue ich mich sehr darüber, denn Azul hat diesen Preis verdient.

Für den Herbst ist bereits seit einiger Zeit der offizielle Nachfolger angekündigt und wird von vielen heiß erwartet: Azul – Die Buntglasfenster von Sintra heißt das gute Teil. Keine Erweiterung, sondern ein eigenständiges Spiel mit variablem Spielplan und bunten Steinen in Glas-Optik. Mehr dazu gibt es dann in meinem Preview zur SPIEL in Essen, den ich für Mitte Oktober plane.
 

Der Deutsche Spielepreis 2018 – wieder mehr Expertenspiele

Bereits seit 1990 wir der Deutsche Spielepreis am Vorabend der Internationalen Spieltage in der Messe Essen festlich vergeben und ist dennoch in der breiten Wahrnehmung nach wie vor recht unbekannt.

Jedes Jahr sind ALLE Spielbegeisterten dazu aufgerufen, an der Abstimmung zum Deutschen Spielepreis teilzunehmen … der für mich entscheidende Unterschied zum Spiel des Jahres und ein klares Qualitätsmerkmal. Denn auch wenn in den letzten Jahren nicht mehr nur Stimmen aus dem harten Spielerkern miteinflossen, hatte man doch stets das Gefühl, dass beim Deutschen Spielepreis die “richtigen” Spiele auf dem Treppchen standen. Hierzu trägt auch die Veröffentlichung der Top10 bei, die nicht in Top3 und Rest unterscheidet.

2018 finden sich nun neben Azul wieder ziemlich viele Spiele-Schwergewichte, die an der Zielgruppe meines Blogs (leider) vorbeischrammen und von denen ich selbst tatsächlich erst einige wenige spielen konnte: Gaia Projekt (Platz 2), Rajas of the Ganges (Platz 3), Clans of Caledonia (Platz 4), Heaven & Ale (Platz 5) sowie Pandemic Legacy Season 2 (Platz 6) und Altiplano (Platz 10) sollten wirklich nur von Leuten gespielt werden, die bereits viel Spielerfahrung haben und auch mit komplexeren Regeln sowie Spieldauern um die 2 Stunden oder mehr klarkommen.

Dieses Ergebnis überrascht Kenner der Szene nicht wirklich, war und ist der Deutsche Spielepreis doch seit jeher der Preis für Vielspieler und alle o.g. Spiele haben sich seit ihrem Erscheinen im letzten Herbst einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

Pandemic Legacy wurde von der Jury Spiel des Jahres daher auch zu Recht dieses Jahr mit einem Sonderpreis versehen. Das ein oder andere Spiel aus dieser Top 6 hätten viele auch gerne auf der Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres gesehen, aber da steckt man nicht drin.

Klong! (Platz 7), Die Quacksalber von Quedlinburg (Platz 8) sowie The Mind (Platz 9) können aber durchaus dem Bereich der Familienspiele zugerechnet werden. Den Quacksalbern wurde ja bereits die Ehre zu Teil Kennerspiel des Jahres zu werden und The Mind vom selben Autor (Wolfgang Warsch) stand zumindest auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres. Hier lag die Jury also gar nicht mal so weit weg vom Geschmack der Spiele-Community.
 

Memoarrr! gewinnt den Deutschen KinderspielePreis 2018

Auffallend ist jedoch erneut, dass der Pegasus-Verlag als Vertrieb aus der deutschen Spiele-Szene nicht mehr wegzudenken ist. Denn der Gewinner des Deutschen Kinderspielpreises heißt erfreulicherweise Memoarrr! und ist von der Edition Spielwiese und damit ebenfalls im Vertrieb von Pegasus.

Wurde Memoarrr! beim Spiel des Jahres (meiner Meinung nach fälschlicherweise) noch in die Kategorie Spiel des Jahres einsortiert und damit lediglich auf die Empfehlungsliste gesetzt, hat die informierte Spielergemeinde recht schnell erkannt, dass Memoarrr! ein hervorragendes Spiel sowohl für Kinder als auch Familien ist und damit zu Recht für dieses Spiel als bestes Kinderspiel des vergangenen Spielejahrgangs abgestimmt.

Wer sich noch weiter über den Deutschen Spielepreis informieren möchte und evtl. auch an den Preisträgern der letzten Jahre interessiert ist, der findet auf der Die Liste der Gewinner” rel=”noopener” target=”_blank”>offiziellen Website der SPIEL alle wichtigen Infos.

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